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Überforderung in Beruf und Mutterschaft lösen

vor 3 Tagen
5 Min. Lesezeit

Der Laptop ist noch offen, während im Nebenzimmer ein Kind nach Ihnen ruft. Im Kopf läuft bereits die morgige Präsentation, auf dem Handy warten Nachrichten aus der Schule oder Betreuung. Wenn Beruf und Mutterschaft Überforderung auslösen, ist das selten ein Zeichen mangelnder Stärke. Meist ist es das Ergebnis eines Systems, das dauerhaft mehr fordert, als ein Mensch emotional, körperlich und organisatorisch tragen kann.

Gerade leistungsorientierte Mütter merken oft spät, wie weit sie bereits über ihre Grenzen gegangen sind. Sie funktionieren. Sie organisieren, entscheiden, trösten, führen und liefern Ergebnisse. Nach aussen wirkt alles kontrolliert. Innen wachsen jedoch Anspannung, Gereiztheit, Schuldgefühle und die Angst, in keinem Bereich wirklich zu genügen.

Warum Überforderung in Beruf und Mutterschaft so tief geht

Die Belastung entsteht nicht nur durch volle Kalender. Sie entsteht durch die Gleichzeitigkeit von Verantwortung. Im Beruf soll Ihre Konzentration verfügbar sein, zu Hause Ihre Geduld, Zuwendung und emotionale Präsenz. Beides sind anspruchsvolle Rollen. Beide verlangen Entscheidungen, Energie und die Fähigkeit, auf Unvorhergesehenes zu reagieren.

Dazu kommt ein innerer Anspruch, den viele erfolgreiche Frauen sehr gut kennen: Ich darf niemanden enttäuschen. Dieser Satz kann im Hintergrund laufen, ohne dass er bewusst ausgesprochen wird. Er führt dazu, dass zusätzliche Aufgaben übernommen, Pausen verschoben und Grenzen weich formuliert werden. Was zunächst wie Engagement aussieht, wird auf Dauer zur Überlastung.

Mutterschaft berührt zudem eine besonders empfindliche Ebene. Eine berufliche Aufgabe kann delegiert oder verschoben werden. Das emotionale Bedürfnis des eigenen Kindes fühlt sich dagegen oft nicht verhandelbar an. Viele Mütter reagieren deshalb auf Konflikte mit Selbstvorwürfen: Wenn ich mehr arbeite, bin ich nicht genug da. Wenn ich weniger arbeite, werde ich meinen beruflichen Möglichkeiten nicht gerecht. Diese innere Zerrissenheit kostet Kraft, selbst an Tagen, die nach aussen gut laufen.

Die Warnsignale ernst nehmen, bevor der Körper stoppt

Chronische Überforderung zeigt sich nicht immer als dramatischer Zusammenbruch. Häufig beginnt sie leise. Sie schlafen, wachen aber nicht erholt auf. Kleine Fragen bringen Sie unverhältnismässig aus der Ruhe. Sie vergessen Dinge, die Ihnen sonst leichtfallen, oder fühlen sich nach einem normalen Arbeitstag vollkommen leer.

Auch emotional gibt es deutliche Hinweise. Vielleicht sind Sie schneller gereizt, ziehen sich zurück oder haben das Gefühl, nur noch zu reagieren. Manche Mütter spüren kaum noch Freude, obwohl objektiv vieles gut ist. Andere kompensieren die Anspannung mit noch mehr Kontrolle, Arbeit, Essen, Alkohol, Onlinekonsum oder ständigem Planen. Das sind keine Charakterfehler. Es sind Versuche des Nervensystems, mit zu viel Druck umzugehen.

Besonders ernst sollten Sie die Kombination aus Erschöpfung und innerer Getriebenheit nehmen. Wenn Sie nicht mehr können, aber nicht abschalten dürfen, braucht es mehr als ein freies Wochenende. Dann ist es sinnvoll, die Belastung strukturiert anzuschauen und die Ursachen zu bearbeiten.

Beruf und Mutterschaft: Überforderung braucht klare Grenzen

Eine Grenze ist keine harte Absage an Familie oder Karriere. Sie ist eine Entscheidung darüber, wofür Ihre Energie heute reicht. Das klingt einfach, ist für Menschen mit hohem Pflichtgefühl aber oft ungewohnt. Denn Grenzen lösen manchmal Schuld aus, bevor sie Entlastung bringen.

Beginnen Sie nicht mit dem Ziel, alles perfekt auszubalancieren. Eine perfekte Balance gibt es in intensiven Lebensphasen selten. Hilfreicher ist die Frage: Was muss wirklich durch mich geschehen, was kann vereinfacht, geteilt oder verschoben werden? Nicht jede berufliche Anfrage braucht eine sofortige Antwort. Nicht jeder Haushaltspunkt ist dringend. Und nicht jedes Problem Ihres Kindes verlangt, dass Sie es allein lösen.

Wichtig ist, Grenzen konkret zu kommunizieren. Statt zu sagen: „Ich habe gerade viel um die Ohren“, benennen Sie einen Rahmen: „Ich kann das bis Donnerstag übernehmen, nicht früher.“ Oder: „Heute Abend bin ich ab 18 Uhr nicht erreichbar.“ Klare Sprache reduziert Nachverhandlungen und schützt vor dem Reflex, sich rechtfertigen zu müssen.

Entlastung beginnt mit ehrlicher Bestandsaufnahme

Nehmen Sie sich einmal pro Woche 20 Minuten Zeit und prüfen Sie Ihre Belastung ohne Beschönigung. Welche Aufgaben geben Energie, welche ziehen sie ab? Wo tragen Sie Verantwortung, die eigentlich geteilt werden könnte? Und an welcher Stelle sagen Sie Ja, weil ein Nein sich unangenehm anfühlt?

Diese Bestandsaufnahme ist kein weiterer Optimierungsauftrag. Sie schafft Sichtbarkeit. Erst wenn klar ist, wo Ihre Energie verloren geht, können Sie gezielt handeln. Manchmal liegt die wirksamste Veränderung im Kalender. Manchmal in einem Gespräch mit der Führungskraft, dem Partner oder der Familie. Und manchmal in der Arbeit mit einem tief sitzenden Glaubenssatz wie: Ich bin nur wertvoll, wenn ich alles schaffe.

Was im Alltag wirklich entlastet

Stressmanagement für berufstätige Mütter bedeutet nicht, jeden Tag eine Stunde für sich zu reservieren. Das wäre für viele in einer angespannten Phase unrealistisch und würde zusätzlichen Druck erzeugen. Es geht darum, kurze Erholungsmomente verlässlich in den Tag einzubauen und die innere Alarmbereitschaft zu senken.

Planen Sie Übergänge bewusst. Zwischen einem anspruchsvollen Meeting und dem Abholen Ihres Kindes liegen oft nur Minuten. Doch Ihr Nervensystem wechselt nicht auf Knopfdruck von Leistungsmodus zu Präsenz. Drei bewusste Atemzüge im Auto, ein kurzer Gang um den Block oder zwei Minuten ohne Bildschirm können diesen Übergang spürbar verändern. Es ist keine Luxuspause, sondern eine Regulation.

Auch die Abendstunden verdienen einen klaren Rahmen. Wer nach dem Einschlafen der Kinder regelmässig weiterarbeitet, gewinnt kurzfristig Zeit, verliert aber oft die einzige Phase echter Erholung. Das heisst nicht, dass abends nie gearbeitet werden darf. In Ausnahmesituationen kann das sinnvoll sein. Entscheidend ist, ob es eine bewusste Wahl bleibt oder zur täglichen Gewohnheit wird.

Sprechen Sie ausserdem über mentale Last. Viele Aufgaben sind unsichtbar: Arzttermine erinnern, Kleidung organisieren, Geburtstage planen, Konflikte in der Betreuung vorausdenken. Wenn diese Denkaufgaben dauerhaft bei einer Person liegen, reicht eine gelegentliche praktische Hilfe nicht aus. Entlastung wird erst nachhaltig, wenn Verantwortung geteilt wird, nicht nur einzelne To-dos.

Wenn Selbstzweifel den Stress verstärken

Überforderung wird oft von einem besonders harten inneren Ton begleitet. „Andere schaffen das doch auch.“ „Ich müsste dankbarer sein.“ „Ich darf jetzt nicht ausfallen.“ Diese Sätze erhöhen den Druck, statt Orientierung zu geben. Sie halten das Nervensystem in Alarmbereitschaft und machen es schwerer, Hilfe anzunehmen.

Hier kann Coaching oder therapeutische Begleitung einen entscheidenden Unterschied machen. Nicht, weil Sie lernen müssen, noch effizienter zu funktionieren. Sondern weil sichtbar wird, welche Muster Ihre Überlastung antreiben. In einer strukturierten Begleitung können Sie Stressauslöser, Selbstzweifel und alte Schutzstrategien verstehen und neue, tragfähige Reaktionen entwickeln.

Tiefenwirksame Verfahren wie Clinical Hypnotherapy oder Rapid Transformational Therapy können dabei helfen, unbewusste Überzeugungen zu bearbeiten, die im Alltag immer wieder Druck erzeugen. Sie ersetzen keine medizinische oder psychiatrische Abklärung, wenn diese notwendig ist. Sie können jedoch eine wertvolle Ergänzung sein, wenn Sie nicht nur Symptome verwalten, sondern die emotionale Wurzel Ihrer Belastung angehen möchten.

Holen Sie sich besonders dann Unterstützung, wenn Erschöpfung über Wochen anhält, Angst, Schlafprobleme oder starke Niedergeschlagenheit zunehmen oder Sie sich selbst kaum noch wiedererkennen. Frühe Begleitung ist kein Eingeständnis des Scheiterns. Sie ist eine klare Entscheidung für Ihre Gesundheit, Ihre Familie und Ihre berufliche Zukunft.

Sie müssen nicht zwischen Erfolg und innerer Ruhe wählen. Der nächste hilfreiche Schritt ist nicht, alles noch besser zu organisieren. Er besteht darin, Ihre Belastung ernst zu nehmen und sich selbst dieselbe verlässliche Unterstützung zu geben, die Sie so vielen anderen bieten.

 
 
 

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Isabella Maria Bordoni

IMB 

Coach for Stress Management

Clinical Hypnotherapist

Rapid Transformational Therapist #RTT,

an award-winning therapy

#turnyourdreamsintosuccess

Languages: Swiss-German, German, English

 

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